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Echolog

Aktualisiert: 27. März





Ich liebe es, wenn Kunst auf Kunst reagiert.

Wenn eine Künstlerin aus einer anderen Sparte auf ein Werk mit ihrer eigenen Kunst antwortet. Wenn ein Künstler Musik schreibt, die von einem Text von mir inspiriert ist.


Genau das habe ich hier vor - andere Kunstschaffende ins Echo mit meinen Texten und dem Thema Wut zu bringen. Sie suchen sich entweder einen Text aus dem Buch "Ich seh rot" aus oder entscheiden sich für einen Aspekt von Wut. Dann erschaffen sie ihr eigenes Kunststück dazu.




Und weil das viel zu spannend ist, um es einfach nur hier hinzuklatschen, werde ich mit den

Künstler*innen ein kurzes Gespräch zu ihrem Prozess und ihren Erkenntnissen über Wut führen. Diese Goldstücke findet ihr dann allmonatlich hier -





JANUAR: Musik von Tushar Changoer


Ausgangstext: BUMM

BUMM 

macht es kaum merklich

in mir.

Ich sacke in mich zusammen.


Ich bin so wütend,

dass ich implodiere.


Meine Arme werden tonnenschwer,

meine Beine Blei

und alles in mir gibt auf.

Wut ist eine Last.

Sie drückt mich nieder,

so tief herunter

bis ich mich wehrlos

aufgebe.


BUMM 

hat es kaum merklich

in mir gemacht.




Das Gespräch (auf Englisch)

0:25min: Who are you and what art do you do?

1:11min: What excites you about making art?

3:33min: How did you feel during this creative process?

5:14min: How did you solve that?

6:24min: Did you focus on the intuitive first and later on the rational?

7:05min: Where did you gather those sounds?

9:19min: The tone in the beginning, what did you want to express with it?

10:28min: Can you say why you chose the soft etheral expression for it?

13:57min: Did you discover something new about anger?

15:40min: If you'd describe anger as food, what would it be?




Audio cover
Gespräch Tushar & Tabitha




Das Kunstwerk von Tush

Audio cover
BUMMTush

Zum Künstler findet ihr hier mehr: instagram: @2shh soundcloud: https://soundcloud.com/tusharchangoer






Februar: Illustration von Hanna Changoer


AusgangstexT: Eierschalentanz

Ich tanze den Eierschalentanz. Habe Eierschalen unter meine Füße gebunden Frag mich nicht wieso, das gehört sich einfach so, sagt man mir jedenfalls.

Dieser Tanz ist beliebt, glaub mir, Sobald du den tanzt, klatschen sie dir zu, Ja, dann mögen sie dich. Augen leuchten auf, Köpfe drehen sich dir zu, Kein böses Wort kommt über ihre Lippen. Schau nur wie sie tanzt, so graziös, so feminin, Ach so nett.

Eierschalentanz, dank dir trete ich leise auf, Niemanden anrempeln, Schultern hochgezogen, Augen rechts und links, tanzen ja, nur nicht so wild, Die Hüften nicht zu sinnlich bewegen, schön grau bleiben, Tanzen ohne zu sehr zu tanzen, Da sein und doch unsichtbar, Wütend aber bitte leise.

Ein Eierschalentanz, ich schwenk die Arme, du denkst ich tanze frei - Siehst nicht die bedachten, kontrollierten Bewegungen, Siehst nicht wie ich beobachte, wie andere mich beobachten, Siehst nicht die Eierschalen unter meinen Füßen und die Angst falsche Schritte zu machen, Jemandem auf die Füße zu treten, Zu laut, zu hässlich zu sein, behutsam laufe ich nur.

Wenn du wüsstest. Wüsstest, wie ich ohne Eierschalen abgehen kann. Alles was wild und ungehemmt ist, ist doch schön! Der Wind peitscht mir entgegen, Mein Puls rauscht in meinen Ohren und Es ist nicht alles elegant. 

Ja, die Bewegungen sind chaotisch, unkoordiniert, unbeholfen. Ja. Und? Wen kümmert es? Wirklich. Wen kümmert es?


Ich kreise meine Hüften langsam und werde immer schneller, fallen lassen, fließen, alles im Fluss, alles muss raus, es gibt kein Halten, keine Choreografie und keine Scham mehr.

Ich setze meine Füße mit Wucht auf den Boden, Lass es krachen, Ich tanze, ja mit Eierschalen, doch die sind kaputt, Hängen mir in Fetzen weiterhin unter den Füßen Doch wen kümmert es. Ich nehme sie mit, sie bleiben ein Teil von mir, Doch so tanze ich jetzt wilder und ungehemmt und trete anderen auf die Füße, entschuldige mich lächelnd bei ihnen, Ich remple an und mache so neue Bekanntschaften. Ich mache falsche Schritte und lache dabei, Beobachte nicht dich, sondern wie es sich in mir anfühlt. Ja ich bin weniger adrett und manche störts, Doch denen werfe ich lächelnd eine Kusshand rüber.




Das Gespräch

0:10min: Wer bist du und was begeistert dich an der Kunst?

1:33min: Was für Kunst machst du?

2:43min: Wie ging’s dir dabei den Text für dein Kunstwerk auszusuchen?

3:48min: Wie ging es mir in dem Kunstprozess selber?

6:19min: Gab es einen Aspekt von Wut den du besonders ausdrücken wolltest?

8:55min: Mit welchem Möbelstück würdest du Wut symbolisch darstellen?

11:21min: Hast du im Prozess einen Aspekt von Wut selbst neu entdeckt?

15:03min: In dem Text geht es auch viel um die Erfahrung, dass einem als Frau die Wut versagt wird. Was sind deine Gedanken dazu?




Audio cover
Gespräch Hanna & Tabitha




Das Kunstwerk von Hanna



Zur Künstlerin findet ihr hier mehr: instagram: @hannasabrin_



 
 
 

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